Deutscher Mediapreis 2011-Viel Kreativität in der Krise
Geschrieben von: W&V, Nr.04/2011, S.46
Ein guter Jahrgang - so das Jury-Fazit des Deutschen Mediapreises 2011. Trotzdem reichte es nicht in jeder Kategorie zu einem Preis.

Das Rennen um den 13. Deutschen Mediapreis ist entschieden. Mit 156 Einreichungen hat der Preis in diesem Jahr Rekordniveau erreicht, 2010 musste die Jury noch 129 Kampagnen bewerten. Neben der Quantität überzeugte aber vor allem die Qualität: "Die Einreichungen hatten ein erfreulich hohes Niveau", bilanziert W&V-Chefredakteur und Jurymitglied Jochen Kalka. Dabei hatte in einem Jahr, in dem eher Controller das Sagen hatten und der ROI in deh Mittelpunkt vieler Kampagnen rückte, mancher einen schlechteren Jahrgang befürchtet. "Zu Unrecht", sagt Kalka. "Die Krise hat die Kreativität eher befordert." Seit 13 Jahren bereitet def Deutsche Mediapreis Planern und Strategen eine große Bühne. Für diejenigen, die häufig im Schatten ihrer kreativen Kollegen stehen, ist die Auszeichnung inzwischen zum renommiertesten Preis seiner Art neben dem Werbefestival in Cannnes avanciert.
Denn hier geht es nicht um originelle Ideen als Selbstzweck, sondern um messbare Kampagnen-Erfolge. In der sogenannten Königsdisziplin "Beste Media-Strategie" setzte sich unter 49 Einreichungen die Münchner Agentur Mediaplus mit ihrer Lego-Kampagne "Lieber spielen statt fernsehen" durch. Hier galt es, eine vernetzte, medienadäquate Strategie vorzulegen und nachweislich die gesteckten Kommunikationsziele zu erreichen. Das Gespann errang außerdem den Preis für die beste Media-Idee in der Kategorie Ambient. Insgesamt konkurrierten dieses Jahr 107 Konzepte um die Auszeichnungen als "Beste Media- Idee". Doch nicht in allen Kategorien gab es dieses Jahr einen Preis. Bei "Tools" und "Hörfunk" hat es dieses Jahr nicht gereicht, fand die Jury.
