Media-Lexikon

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A + E-Leser

A + E-Leser bezeichnen Personen, die eine Zeitschrift im Abonnement, im Einzelkauf oder kostenlos beziehen. Das gelesene Exemplar stammt also nicht aus einer Lesemappe.


Abonnement

Kurzform: Abo, franz. Vorausbestellung
Zeitungen und Zeitschriften können im Abonnement bei
Verlagen oder der Post bestellt werden. Die Lieferung der einzelnen Ausgaben erfolgt über einen bestimmten
Vertragszeitraum. Eine weitere Bezugsart dieser Medien ist
der Einzelverkauf (EV), bei Zeitschriften auch der
Lesezirkel (LZ).


Abonnenten

Kurzform: Abo, franz. Vorausbestellung
Zeitungen und Zeitschriften können im Abonnement bei
Verlagen oder der Post bestellt werden. Die Lieferung der einzelnen Ausgaben erfolgt über einen bestimmten
Vertragszeitraum. Eine weitere Bezugsart dieser Medien ist
der Einzelverkauf (EV), bei Zeitschriften auch der
Lesezirkel (LZ).


Affinität

Affinität ist die Relation der Zielgruppenreichweite zur
Gesamtreichweite eines Mediums. Werden zur Berechnung
Reichweitenprozente gewählt, ist das Ergebnis der
Reichweiten-Index, nimmt man absolute Reichweiten als
Berechnungsgrundlage, ergibt sich daraus der Zielgruppenanteil.


AG.MA

Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. ist der Zusammenschluß von Werbungsmittlern, Werbeträgern und Werbungtreibenden mit dem Ziel, vergleichende Media- Analysen zu erheben. Die seit 1954 durchgeführten Untersuchungen gehören zu den Standardwerken der Mediaforschung. Bis 1971 hieß sie AGLA "Arbeitsgemeinschaft Leseranalyse e.V.", wurde dann aber aufgrund der Einbeziehung weiterer Medien umbenannt.


Agostini-Ansatz

Definition zur Einstufung von Lesequalitäten nach art der Leser. Jean-Michel Agostini unterscheidet:
1. Hauptleser (bewußte Hauptleser)
2. Zweitleser (Zufällig Hauptleser und Mitleser zu Hause)
3. Drittleser (Mitleser andersorts)


Aided Recall

passiver Bekanntheitsgrad auch gestüzter Bekanntheitsgrad


Aktiver Bekanntheitsgrad

auch ungestützter Bekanntheitsgrad, unaided recall. Ermittlung des Bekanntheitsgrades eines Produkts, einer Person oder Firma, ohne Gedächtnishilfen (passiver Bekanntheitsgrad).


Antizyklische Werbung

sind Aktivitäten aus konjunkturellem Anlaß. Das heißt überproportionale Werbeaufwendung zu einem Zeitpunkt, in dem Nachfrage und Beschäftigung in der Volkswirtschaft rückläufig sind (Rezession) bzw. Einschränkung der Werbeaufwendungen in Boomzeiten. Ein wissenschaftlicher Beweis für die generelle Richtigkeit der antizyklischen Werbung ist bisher nicht erbracht worden.


Anzeigen-Preisliste

Zusammenstellung aller gültigen und verbindlichen Preise für werbliche Belegung einer Publikation.
Die Preisliste für Printmedien sollte nach den Richtlinien des ZAW folgende Angaben enthalten:
1. die laufende Nummer der Preisliste und den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens.
2. die allgemeinen Geschäftsbedingungen
3. die Grundpreise und die ermäßigten Grundpreise sowie die Auflage, die bei der Grundpreisberechnung zugrunde gelegt wurde
4. die Aufschläge und Nachlässe
5. Breite und Anzahl der Spalten und Höhen und Breiten der Seiten und Seitenteile
6. die Höhe und Breite des Satzspiegels
7. die Millimeterzeilen einer Seite, wenn nicht auch Seiten und Seitenteilen berechnet wird
8. den Bruttopreis für eine Seite und anteilig entsprechenden Seitenteile
9. den Anzeigenschluß
10. ob Matern und welche Rastern verwendet werden können
11. den Preis für 1.000 Beilagen und Beilagennachlässe
12. die Zahlungsfrist
13. Skonto
14. den Erscheinungsort
15. die Anschrift des Verlages
16. die Anschrift der Anzeigenverwaltung


Anzeigen-Test

Verfahren, um voher oder nachträglich (Pre- bzw. Posttest) die "Wirkung" von Anzeigen zu analysieren. Die Aussagekraft solcher Anzeigentests ist sehr stark abhängig von der jeweils angewandten Methode und der Definition dessen, was man als "Wirkung" versteht (Impact-Test, Foldertest, Copy-Test, Recall, Recognition)


Auflage

Unter Auflage wird ohne nähreser Bezeichnung üblicherweise die Druckauflage verstanden; das ist die Anzahl der hergestellten Exemplare einer Nummer oder Ausgabe eines Druckerzeugnisses. Die Höhe der Auflage ist ein wesentliches Kriterium für die Kalkulation des Anzeigenpreises. Verkaufte Auflage: Anzahl der Exemplare, die druchschnittlich von einer ausgabe im bezahlten Abonnement (A-Auflage) sowei im Einzelverkauf (E-Auflage) verkauft werden, außerdem sonstige verkaufte Hefte, die z.B. geheftet im Lesezirkel (LZ-Auflage) an dessen Bezieher verliehen werden. Verbreitete Auflage: Verkaufte Auflage zuzüglich kostenlos vertriebener Exemplare.


Auflagengarantie

Garantie des Verlages für den Inserenten über eine bestimmte Auflagenhöhe. Preisfolgerungen aus einer Minderung dieser Angabe enthalten die Geschäftsbedingungen der Preisliste.


Aufmerksamkeitswert

Beachtungswahrscheinlichkeit z.B. für ein Werbemittel. In der Praxis werden Aufmerksamkeitswerte meist durch Copy-Test ermittelt.


Ausgangsplan

Ein beliebiger Mediaplan (der vorausgegangenen Kampagne, Ergebnis einer Mediaselektion oder nach Erfahrungswerten zusammengestellt), der als Vergleichs-Basis dient, um Leistungskriterien von Alternativ-Plänen zu beurteilen.


AWA

Abkürzung für "Allensbacher Werbeträger-Analyse". Die AWA erscheint jährlich im "Institut für Demoskopie" und enthält Ergebnisse von Untersuchungen über die Reichweite und Zusammensetzung aller klassischen Medien sowie Verbrauchsdaten und Einstellungs- bzw. Verhaltensformen. Die Daten werden im Rahmen von Mehr-Themen-Umfragen nach dem Quotenverfahren erhoben (Quota-Stichprobe).


Awareness

engl. für: Aufmerksamkeit
Die Aufmerksamkeit und die Verankerung der Werbebotschaft im Bewusstsein, die man beim Rezipienten mit bestimmter Kommunikation erzielt.


Beihefter

Prospekte und andere mehrseitige Druckerzeugnisse, die fest in eine Zeitschrift eingeheftet werden. Beihefter müssen dem Verlag (der Druckerei) vom Auftraggeber angeliefert werden.


Beikleber

Postkarten oder auch nicht zu stark auftragende Warenproben können direkt in eine Anzeige integriert, d.h. beigeklebt werden. Sie müssen fertig gedruckt, konfektioniert und einwandfrei verpackt frei Druckerei angeliefert werden.


Beilage

In Printmedien lose beigefügte Prospekte und andere Druckerzeugnisse, die der Auftraggeber dem Verlag (der Druckerei) anliefern muß. Durch Beilagen sind meist kleinere Gebiete zu belegen als mit Anzeigen.


Bekanntheitsgrad

Ausmaß, in dem eine bestimmte Marke, ein Name oder Produkt usw. "bekannt" ist. Man unterscheidet dabei nach "aktiver" (Ermittlung mit Unaided Recall) und "passiver" Bekanntheit (Ermittlung mit Aided Recall). Der Bekanntheitsgrad kann einen sehr starken Einfluß auf die Ergebnisse von Anzeigen-Tests haben: je höher der Bekanntheitsgrad, um so höher auch die Chance der Wiedererkennung (Werbewirkung, Aktiver Bekanntheitsgrad, Passiver Bekanntheitsgrad).


Bezugsart

Um Leserschaften qualifizierend zu beschreiben, wird bei Media-Analysen festgestellt, wie ein Leser in den Besitz einer bestimmten Ausgabe einer Publikation gekommen ist. Die Media-Analyse unterscheidet bei Zeitschriften:
- Zeitschrift im Haushalt abonniert
- Zeitschrift selbst gekauft
- Zeitschrift hat anderes Haushaltsmitglied gekauft
- Zeitschrift hat Befragter von Freunden, Bekannten, Kollegen geliehen oder geschenkt bekommen
- Befragter ist an die Zeitschrift durch Zufall herangekommen, hat sie vorgefunden, lag aus
- Lesezirkel
Es konnte nachgewiesen werden, dass Anzeigen in Heften, die zufällig
vorgefunden werden, vergleichsweise wenig Werbewirkung erzeugen.


Briefing

eng. für: zu brief = kurz
Zusammenfassung aller Gesichtspunkte, die eine Marketing-Konzeption bestimmen. Ein Teilaspekt ist das Media-Briefing mit Informationen über Zielgruppe, Ansprachehäufigkeit, Etat, Timing u.s.w.


Brutto-Reichweite

Summe der Einzelreichweiten mehrerer Ausgaben eines Mediums oder einer Ausgabe verschiedener Medien, bzw. deren Kombination, ohne Nutzungsüberschneidungen zu berücksichtigen. Beispiel: Medium A: 1,50 Mio. Reichweite bei 1 Einschaltung Medium B: 3,50 Mio. Reichweite bei 1 Einschaltung Medium C: 1,00 Mio. Reichweite bei der Einschaltung für den Plan A = 3 mal, Plan B = 6 mal, Plan C = 1 mal, ergibt sich wie folgt die Bruttoreichweite A: 3 * 1,50 Mio = 4,50 Mio. 4,50 Mio. B: 6 * 3,50 Mio. = 21,00 Mio. C: 1 * 1,00 Mio. = 1,00 Mio. 26,50 Mio. Die Brutto-Reichweite gibt nur die Zahl der insgesamt anfallenden Kontakte an, sagt jedoch nichts über die Anzahl der erreichten Personen aus (Netto-Reichweite GRP).


Cluster Analysen

Ist ein Verfahren der multivarianten Statistik und verfolgt den Zweck, aus einer Gesamtheit (Population) Gruppen von Individuen gleichen Typs zu bestimmen. Dabei liegen von den Individuen Angaben zu vorgegebenen Merkmalen vor, anhand deren "Ähnlichkeiten" berechnet und Typen ermittelt werden. In der Marktforschung wird dieses Verfahren häufig angewandt, um Typologien zu erstellen (Multivariante Analyse, Segmentation).


Content-Analyse

engl. für: Inhalt
Inhaltsanalyse. Systematische und meist quantitative Erfassung des Inhalts von Zeitungen, Zeitschriften, Anzeigen, Spots usw. nach formalen, informationstheoretischen, psychologischen und soziologischen Kriterien. Die Content-Analyse ist eine wichtige Voraussetzung für die Analyse der Reaktionen bei Anzeigen-Tests.


Copy-Test

Testverfahren, bei dem unter Vorlage einer Zeitung, Zeitschrift oder auch Anzeige(n) der Wiedererkennungswert, Feststellungen über Nutzung, allgemeine und spezielle Beurteilungen und Einstellungen erhoben werden. Speziell in der redaktionellen Forschung und bei Anzeigentests ist dies ein Befragungsablauf, bei welchem der Leser ein Heft durchblättert und angibt, welche Beiträge und / oder Anzeigen er gelesen / angesehen hat und welche nicht. Der Copy-Test kann u.a. auch in Verbindung mit einer Stichbefragung zur Ermittlung der durchschnittlichen Seiten- bzw. - Doppelseiten-Nutzung verwendet werden (Bekanntheitsgrad).


Demografische Merkmale

Beschreiben bestimmte Eigenschaften von Personen, meist solche sozialer und wirtschaftlicher Art. Die demographischen Merkmale dienen, soweit sie aus der amtlichen Statistik bekannt sind, zur Bildung repräsentativer Stichproben mit Hilfe des Quoten-Verfahrens. Für die Medienselektion liefern sie wichtige Aufgliederungsmerkmale, z.B. über Geschlecht, Alter, Einkommen, Ortsgröße usw. (Quoten-Stichprobe Analyse).


Desk Research

("Schreibtisch-Marktforschung"). Untersuchung empirischer Sachverhalte durch Analyse schon vorhandenen Datenmaterials. Im Unterschied zur Primärforschung wird keine Feldarbeit durchgeführt, sondern es wird auf Daten zurückgegriffen, die für ähnliche Zwecke bereits erhoben worden sind. Die Informationen werden unter den speziellen Aspekten der Fragestellung neu aufbereitet. In diesem Sinne spricht man auch von Sekundärforschung bzw. sekundärstatistischer Auswertung.


Doppelleser

(Zeitschriften- bzw. Zeitungsleser, die zusätzlich eine andere Zeitschrift / Zeitung innerhalb derselben Lesekategorie lesen. Entsprechend sind Mehrfachleser von mehr als zwei Zeitschriften / Zeitungen innerhalb der gleichen Leserkategorie (Exklusivleser).


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